Informationen zu Fundmünzen werden vom IFS vorwiegend in den internen Publikationsorganen veröffentlicht. In der monografischen Reihe werden in unregelmässigen Abständen grössere, in sich geschlossene Ensembles vorgestellt. Es kann sich dabei um die Uebersicht des numismatischen Fundmaterials eines Kantons, einer archäologische Stätte oder auch um einen Schatzfund handeln.
Im jährlich erscheinenden Bulletin IFS ITMS IRMS werden sowohl die Ensembles aus der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein mit Fundmünzen als auch die Literatur zu Fundmünzen des jeweiligen Vorjahres publiziert.
Im vorliegenden Band werden alle bekannten Münzfunde des Kantons Tessin aus kirchlichem Zusammenhang vorgelegt, insgesamt 1 071 numismatische Objekte: 33 antike sowie 978 mittelalterliche und neuzeitliche Münzen, 52 Devotionalien und acht weitere Objekte. Archäologische und numismatische Einleitungen sowie eine reiche Bebilderung, teils in Farbe, helfen das Material zu erschliessen.
Aussergewöhnlich ist der Fall der Pfarrkirche in Airolo, die mit 356 numismatischen Objekten fast einen Drittel der Funde ausmacht. Dort konnten u. a. sieben Münzen nachgewiesen werden, die in Zusammenhang mit einem Glockenguss stehen, sowie weitere 110 Exemplare, die wohl in einer Votivtruhe in der Krypta aufbewahrt wurden.
Zeitlich ist besonders gut das Spätmittelalter belegt. Der Grossteil der Münzen stammt aus Oberitalien, insbesondere aus Mailand, und zeigt deutlich, dass die Region des heutigen Kantons Tessin, zum lombardischen Währungs- und Wirtschaftsraum gehörte. Dies dauerte auch nach der Eroberung (1403–1515) durch die Eidgenossen bis ins 18. Jahrhundert an.
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Mit dem zweiten Band für den Kanton Zug legt der Autor weitere 1371 Fundmünzen und andere numismatische Objekte zumeist aus neueren archäologischen Untersuchungen vor. Unter den 111 Fundstellen sind besonders die antiken Fundplätze auf der Baarburg und im Schmalholz bei Baar hervorzuheben. Weiterhin herausragend sind zwei frühmittelalterliche Gräberfelder in Baar, der hochmittelalterliche Brakteatenhort vom Oberwilerwald in Cham sowie zahlreiche Kirchen- und Hausfunde, besonders in der Stadt Zug.
Ein beredtes Zeugnis für die Zuger Volksfrömmigkeit sind die zahlreichen religiösen Medaillen aus dem Kanton. Ihre Vorlage ist ein wichtiger Beitrag zur Erforschung dieser Objektgruppe.
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Der in den frühen 1920er Jahren südöstlich von Neunkirch (Kt. Schaffhausen) gehobene Münzschatzfund besteht heute noch aus 195 Gold- und Silbermünzen der zweiten Hälfte des 14. bis Ende des 15. Jahrhunderts.
Die sechs Goldgulden stammen aus Basel, Brandenburg, Köln und Nördlingen. Die Silbermünzen wurden v. a. in Bern (71 Exemplare, vorwiegend Batzen) und in Tirol (68 Exemplare, alles Kreuzer) hergestellt. Weitere Münzstätten sind Sitten, Solothurn, Zürich, Lienz, Genua, Mailand, Pavia und Kuttenberg. Das Besondere am Fund sind die zur Zeit der Verbergung noch jungen Münzsorten wie die Testoni, Dicken und Batzen; für diese ist der Neunkircher Hort wohl der früheste Fundbeleg im deutschschweizerischen und südwestdeutschen Raum. Vergraben wurde der Schatz um 1500, ein Zusammenhang mit dem Schwabenkrieg von 1499 ist denkbar.
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Erstmals publiziert das IFS in der monografischen Reihe einen einzelnen Fund. Der Katalog wird durch einen historisch-numismatischen Kommentar ergänzt. Der Hortfund aus Sursee ist bisher erst der zweite Hort des 19. Jahrhunderts aus der Zentralschweiz und besteht heute aus 705 Silbermünzen der Jahre 1736 bis 1843. Die Münzen stammen vorwiegend aus Frankreich, aber auch aus dem habsburgisch-österreichischen, deutschen, italienischen, belgischen und schweizerischen Raum. Die Nominale gehören zu den damals grössten Werten in Silber, die ausgeprägt wurden. Dieser Hort ist somit ein ausserordentliches historisches Dokument, das einen Einblick in den Geldumlauf der groben Silbersorten in der Landschaft Luzern kurz vor Einführung des Bundesgeldes im Jahre 1850 gibt.
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Band 6 mit CD-ROM widmet sich den mittelalterlichen und neuzeitlichen Fundmünzen des Kantons St. Gallen. Berücksichtigt wurden alle bis 1999 gefundenen bzw. schriftlich erwähnten Fundmünzen. Von den rund 2000 numismatischen Objekten sind 783 im Detail katalogisiert und 569 illustriert.
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Band 5 mit CD-ROM stellt die Fundmünzen der Ausgrabungen der Jahre 1993 und 1995 aus dem Mithræum in Martigny (Forum Claudii Vallensium) vor. Sowohl die Funktion des Gebäudes als Mithræums als auch die Lage am Fusse des Grossen St. Bernard und nicht zuletzt die grosse Zahl an Münzen (2091 Exemplare) machen dieses Ensemble zu etwas Besonderem. Bei den Münzen handelt es sich mehrheitlich um Prägungen des 4. Jhs. Zugleich ist der Band die umfangreichste Vorlage römischer Fundmünzen aus dem Alpenbogen.
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Band 3 und 4 umfassen die Fundmünzen der Jahre 1949–1972 aus der römischen Koloniestadt Augusta Raurica und dem spätrömischen Kastell Rauracense. Dank der beiden Bände ist Augusta Raurica neben Vindonissa der römische Fundplatz der Schweiz, von dem am meisten Fundmünzen publiziert sind: IFS 3 umfasst 5326 Münzen, IFS 4 deren 2239.
Rezensionen zu IFS 3/4:
Band 2 gibt eine Uebersicht der Fundmünzen aus dem heutigen Kantonsgebiet. Die antiken Fundmünzen (rund 100 Stück) wurden bis und mit Fundjahr 1993, die mittelalterlichen und neuzeitlichen (rund 400 Stück) bis 1991 berücksichtigt.
Band 1 besteht aus zwei verschiedenen Teilen. Im ersten Teil werden die Münzen aus 35 Fundensembles ausführlich vorgestellt. Der zweite Teil bietet eine summarische Uebersicht über die Kirchenfunde der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein. Die rund 15’000 Objekte aus 430 Kirchen werden ohne Katalog der Einzelmünzen präsentiert.
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Seit 1994 erscheint das Bulletin im jährlichen Abstand. Es wird jeweils den Schweizer Münzblätter beigelegt. Publiziert werden sowohl die neu gefundenen Ensembles von Fundmünzen aus der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein als auch die Literatur zu Fundmünzen des jeweiligen Vorjahres. Die Bulletins auch als PDF im Downloadbereich abrufbar.
Rezensionen:
Diese Publikation bietet Hilfe bei der Bestimmung der Abnutzung bzw. der Korrosion der Fundmünzen. Das System besteht aus 5 Stufen (1 = nicht abgenutzt bzw. korrodiert bis 5 = sehr stark abgenutzt bzw. korrodiert) und lässt sich auf alle Epochen und Metalle anwenden. Zahlreiche Tafeln mit Beispielen helfen bei der Bestimmung der Abnutzung und Korrosion. Das Supplément steht für Sie auch online oder als PDF zur freien Benutzung bereit.
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© IFS 2013