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Session «Glaube – Häresie – Magie – Manifestationen devianter Glaubensvorstellungen und magischer Praktiken in der materiellen Kultur der Spätantike und des Frühmittelalters» from 22 to 23 september 2020

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Christian-Albrechts-Platz 4
24118 Kiel
Deutschland

Die Erfassung von Glaubensvorstellungen jenseits offizieller christlicher Lehrmeinungen und Bekenntnisse hat den verschiedenen Disziplinen, die sich mit Spätantike und Frühmittelalter auseinandersetzen, eine lange Tradition. Eine Kernfrage lautet, ob und wie sich solche Vorstellungen von widerstreitenden religiösen Strömungen oder von ‹gelebter Religion› in der materiellen Kultur widerspiegeln. Hinzu kommen Manifestationen von magischen Praktiken, die ausserhalb der eigentlichen Sphäre der Religionsausübung eine grosse Rolle spielen. Ihre variantenreichen Spuren stehen zunehmend im Fokus der Archäologie. Eine definitorische Trennung fällt dabei oft schwer: Was ist Glaube, was ist Aberglaube, und was ist Magie? Die Grundannahme in den frühgeschichtlichen Archäologien, Objekte mit einem bestimmten Dekor könnten per se etwas über die Glaubensvorstellungen ihrer Besitzer/innen aussagen, wird zunehmend in Zweifel gezogen. Die Rekonstruktion religiöser und magischer Praktiken gestaltet sich angesichts weniger, oft verzerrter Schriftquellen schwierig.

In der diesjährigen Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Spätantike und Frühmittelalter (AGSFM) und Arbeitsgemeinschaft Christliche Archäologie (AGCA) am 22. und 23. September 2020 in Kiel zum Thema «Glaube – Häresie – Magie – Manifestationen devianter Glaubensvorstellungen und magischer Praktiken in der materiellen Kultur der Spätantike und des Frühmittelalters» soll diesen verschiedenen Fragen nachgegangen werden.

Information: Deutscher Verband für Archäologie

Kiel, Blick auf den Christian-Albrechts-Platz mit Uni-Hochhaus und weiteren Gebäuden
Kiel, Blick auf den Christian-Albrechts-Platz mit Uni-Hochhaus und weiteren Gebäuden. Fotonachweis: © 2019 Marvin Radke (CC BY-SA 4.0, Wikimedia).

DIGIARCH2021 «Kulturerbe im digitalen Zeitalter» vom 24. bis 25. März 201

X-TRA
Limmathaus
Limmatstrasse 118
8005 Zürich

Das digitale Zeitalter ist im Bereich der Kulturerbe-Pflege längst angebrochen. Ziel der Tagung ist es, unsere Wahrnehmung, die Anwendung und unseren Umgang mit den Möglichkeiten des digitalisierten oder digitalen Kulturerbes zu reflektieren. Sie vereint 2020 Archäologie, Denkmalpflege und weitere Fachbereiche des Kulturerbes und wird gemeinsam von formation continue NIKE I BAK I ICOMOS, dem Netzwerk Archäologie Schweiz und dem Amt für Raumentwicklung des Kantons Zürich organisiert.

Programm: Keynote-Referat, Podiumsdiskussion, drei inhaltliche Sessionen mit Kurzvorträgen, Präsentationen und interaktiven Modulen, mit Simultanübersetzung (D, F). Teilnahmegebühr: CHF 150.–

Information: www.digiar.ch

Anmeldung: www.ticketino.com

Zürich, Limmathaus
Zürich, Limmathaus. Fotonachweis: © 2009 Micha L. Rieser (Wikimedia).

The 9th Joint Meeting of Nomisma.org and ECFN from 13 to 17 april 2021

Arheološki park Viminacium
12208 Stari Kostolac BB
Srbija

Provisional timetable

  • Tuesday 21st: Evening Reception at the National Museum Belgrade
  • Wednesday 22nd: Excursion to Golubac fortress, Lepenski Vir and the Tabula Traiana, transfer to Viminacium
  • Thursday 23rd: Viminacium – Registration, ECFN papers, site visit to the Archeological Park Viminacium
  • Friday 24th: Viminacium – ECFN papers
  • Saturday 25th: Viminacium – Nomisma.org sessions

Information: The European Coin Find Network

Kostolac, Viminacium, Museum
Kostolac, Viminacium, Museum. Fotonachweis: © 2014 Dzumba54n (CC BY-SA 3.0, Wikimedia).

NAS-Tagung 2021 «Experimentelle Archäologie» vom 17. bis 18. Juni 2021 in Solothurn

Experimentelle Archäologie in Forschung, Handwerk und Vermittlung ist ein Bindeglied zwischen Praxis und Theorie. Sie trägt zu neuen Erkenntnissen in der Archäologie bei, macht sie greifbar und lebendig. Die Tagungsorganisator*innen möchten Fachleute aus den verschiedenen Bereichen zusammenführen, in einer Gesamtschau den Stand der Experimentellen Archäologie sowie deren Möglichkeiten beleuchten und in die Zukunft blicken.

Wir suchen Beiträge für folgende drei Themenblöcke:

  • Forschung und Analyse (Referate à 30 Minuten): Wissenschaftliche Experimente als Beitrag zur Forschung und als Bestandteil von archäologischen Auswertungen.
  • Handwerk (Demonstrationen, Veranschaulichungen und in beschränktem Ausmass die Möglichkeit praktischer Vorführungen, 4–5 Werkinseln in einem Saal: Urgeschichtliche und historische Handwerkstechniken, Replikenherstellung und Experimente.
  • Vermittlung (Workshops mit Moderation): Diskussion und gemeinsame Auseinandersetzung zu den Themen Herstellung und Verwendung von Lebensbildern, Einsatz von Repliken in der Vermittlung und «Hands on». Vorschläge für weitere Themen werden gerne entgegengenommen.

Sie sind eingeladen und aufgerufen, Ihren Beitrag für die Tagung vorzuschlagen oder uns auf Personen aufmerksam zu machen, die Interessantes zu den einzelnen Themenblöcke beizutragen haben. Bitte senden Sie einen Titel mit kurzer Inhaltsbeschreibung bis am 28. Februar 2020 an hc.ziewhcs-eigoloeahcra@nnamreiht.nelle. Wir freuen uns auf zahlreiche Vorschläge aus den unterschiedlichsten Epochen und Bereichen. Über die Aufnahme ins Programm entscheiden die Veranstalter bis im Juni 2020.

Information: Netzwerk Archäologie Schweiz

Solothurn, Blick auf die Altstadt
Solothurn, Blick auf die Altstadt. Fotonachweis: © 2007 Ch-info.ch (CC BY-SA 3.0, Wikimedia).

Workshop «Digital Humanities – Numismatik und Nachbargebiete: Konzepte, Fragen, Erfahrungen»

Altes Amtshaus
Amtshausgasse 7
4410 Liestal

Die internationale Numismatik entwickelt zur Zeit eine grosse Dynamik, was digitale Projekte im Rahmen der «Digital Humanities» angeht. Viele Projekte und Daten-Portale, vor allem im Umfeld von nomisma.org, erarbeiten Normdaten, Konzepte und Datenstandards im Zusammenhang mit Metadatenbanken. Vor allem die Normdaten und Konzepte vereinheitlichen und erleichtern die Arbeit mit grossen Datenmengen vielfältigster Herkunft und stellen eine gemeinsame «Ontologie» zur Verfügung.

Diese Projekte erreichen auch die Schweiz und werden hier an Münzkabinette, an archäologische Dienste oder ans Inventar der Fundmünzen der Schweiz angebunden. Gleichzeitig entstehen an Universitäten Kompetenzzentren für Digital Humanities; Unternehmen der Grundlagenforschung innerhalb und ausserhalb der SAGW entwickeln eigene Portale (z.B. Histhub), um digitale Ressourcen und Ontologien zu entwickeln und zu bündeln. Der Workshop versucht zum ersten Mal, solche Bestrebungen, soweit sie für die archäologische Numismatik methodisch oder inhaltlich von Interesse sein können, vorzustellen und den Austausch über Konzepte und Erfahrungen zu fördern.

Es stellt sich dabei auch die Frage, was der Ertrag dieser neuen Ontologien und Metadatenbanken für die numismatische Forschung sein kann. Ergeben sich neue Themenfelder oder wird einfach die Masse des bisher Bekannten leichter zugänglich gemacht? Was für Erfahrungen werden gemacht, wenn Ontologien über die Fachgrenzen hinweg entwickelt werden müssen? Welche Fragestellungen können wir mit strukturierten Daten anders formulieren als bisher? Wie müssen die Konzepte definiert sein, damit sie nicht nur den Forschungsstand abbilden, sondern wissenschaftlichen Mehrwert schaffen?

Information: Archäologie Schweiz

Liestal, Kantonsarchäologie
Liestal, Kantonsarchäologie. Fotonachweis: © 2013 GoogleMaps.